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Film -Detail
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| Beste Zeit |
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Kati (ANNA MARIA STURM) und Jo (ROSALIE THOMASS) hocken im VW-Bus von
Katis Eltern, Füße auf dem Armaturenbrett, Kippe in der einen Hand, Bier in der
anderen und träumen in die Morgendämmerung hinein. Langsam wird es hell über
dem Daumiller Berg und Tandern, dem kleinen Dorf, in dem die beiden zu Hause
sind. Eine Nacht von vielen geht zu Ende, in denen die beiden Freundinnen daheim
ausgebüchst sind, um das zu tun, was beste Freundinnen tun müssen: Über das
Leben und die Liebe reden. Über Heimweh und Fernweh. Über Freiheit und die
Frage: „Wer bin ich eigentlich?“.
Wie jeden Abend ist Kati nicht zur Haustür raus, sondern heimlich vom Balkon
geklettert, Auch den Bus hat sie wie immer heimlich stibitzt. Schließlich ist sie erst
16, allerdings fährt sie auch ohne Führerschein schon ziemlich rasant. „Liebe is’,
wenn’s größer is als Freiheit“, Kati träumt von der großen Liebe. Sie weiß, dass heut’
der Mike nach Hause kommt, ob der was mit der großen Liebe zu tun hat, weiß sie
allerdings nicht. Als sie am nächsten Vormittag ihrem Opa beim Beschlagen der
Pferde hilft, steht Mike (FLORIAN BRÜCKNER) in seiner Bundeswehr-Uniform
plötzlich im Hof. „Ich hab Dich vermisst, Baby“ – klingt gut. Mike hat zwar keine Zeit,
wegen Fußball und überhaupt, aber immerhin verrät er Kati, dass er am nächsten
Tag im M1 sein wird, der angesagten Disco. Viele Fragen geistern Kati im Kopf
herum. Warum fragt Mike nicht direkt, ob sie mit kommt, und warum muss sie so oft
und so hypnotisiert an Lugge (STEFAN MURR) denken, wo sie doch mit dem Mike
zusammen sein will? Und wann beichtet sie endlich Rocky (FERDINAND SCHMIDTMODROW),
dass sie vorhat, nach Amerika zu gehen. Schon ganz bald,
Schüleraustausch für ein Jahr. Endlich fort von hier, fort von den Eltern und frei sein.
Rocky, Kati und Jo haben sich schon als Kinder ewige Treue geschworen. „Einer für
alle – alle für einen – immer und ewig“. Ein Triumvirat, das keiner auseinander bringt:
sie fahren zu dritt auf Rockys Mofa, hocken heimlich nachts zusammen auf dem
Balkon vor Katis Zimmer und trinken Papas guten Rotwein aus der Flasche. Für Kati
ist der kleine Rocky mit der großen Brille und dem riesigen Herzen einfach der
allerbeste Kumpel, er allerdings ist verliebt in Kati, schon seit er zehn Jahre alt ist,
natürlich heimlich!
Der Nachmittag wird gemütlich. Die Mädels liegen im Gras, rauchen, diskutieren
übers Fettabsaugen und Nichtabsaugen: „Dem Mike wird´s schon gefallen.“ „Was
gefallt ihm?“ „Feminine Formen“. Am Abend klauen sie sich wieder den Bus und
feiern in Katis Geburtstag rein. Mit dem Meterstab den Kronkorken von der Flasche,
die Mädels schwören, immer füreinander da zu sein, und dann: „Happy Birthday,
Kati. 1000 Chancen, 1000 Träume, und dass alles in Erfüllung geht“.
Katis Geburtstag gerät allerdings erst mal zum Albtraum. Als Rocky sie küssen will,
kotzt sie ihm aufs Hemd, der Gute bringt sie ohne Klagen fürsorglich ins Bett. Am
Nachmittag landet Katis heilige Jeans aus Versehen im Müll und am Abend trampen
die Mädels ins M1, kommen aber nicht am Türsteher vorbei und müssen den ganzen
weiten Weg nach Hause laufen. Jo ist sauer, dass sie nun den weiten Weg zu Fuß
nach Hause gehen müssen, aber noch viel mehr, weil Kati nicht kapiert, dass Mike
ein blöder Kerl ist. Große Klappe und Küssen ja, aber nie da, wenn man ihn braucht.
Und dann ist da noch der Brief, die Zusage, dass Kati für ein Jahr nach Amerika
kann, wenn sie will. Aber will sie das wirklich? Wie soll sie ein Jahr ohne ihre beste
Freundin überleben? Andererseits wäre sie dann endlich weg von ihrem Vater
(ANDREAS GIEBEL), der eh immer nur zetert. „Warum schmeißt du mich eigentlich
nicht raus, wenn ich dir so lästig bin?“ hat sie ihn angebrüllt, die Quittung:
Ausgehverbot. Dabei feiert am Abend der FC Tandern den Top-Six-Cup und in der
Nacht sollen tausend Sternschnuppen fallen. Natürlich pfeift Kati auf den
Stubenarrest, klaut routiniert den VW-Bus und verbringt mit Jo und ihren Freunden
einen melancholisch-wunderschönen Abend. „Hey, es kannt sei, dass mir des nie
wieder macha! Dass alles zambricht. Dass alle weg gehen. Es kannt sei, dass die
besten Zeiten scho vorbei san!“. Katis Gefühlsbarometer steht auf Sturm,
dementsprechend gibt sie auf der Rückfahrt Gas. Zuviel Gas, sie setzt den Bus in
den Sand. Keine Chance hier alleine je wieder rauszukommen. Sie stellt Mike auf die
Probe: Er soll helfen, aber der Blödmann sagt natürlich nur „Ich kann nicht. Bist mir
nicht bös, oder?“ Die einzigen, auf die Verlass ist, sind – wie immer – Rocky und sein
Kumpel, der schweigsame Toni (VOLKER BRUCH). In einer aberwitzigen Aktion
zieht Toni den Bus mit einem riesigen Truck aus dem Sand, „passt scho“, während
sich Rocky voll zum Kasper macht, um Katis Eltern auf dem Heimweg aufzuhalten.
„Ich hab meine Brille verloren, können Sie mir helfen?“.
Auf Rocky und Toni kann man eben zählen, Kati kommt gerade noch einmal
ungeschoren davon, aber die wichtigste Frage liegt ihr immer noch schwer auf dem
Herzen: Soll sie wirklich nach Amerika gehen?
Am nächsten Tag beichtet Kati im Biergarten dem fassungslosen Rocky, dass sie
vorhat, Tandern zu verlassen. Immerhin erklärt sie auch Mike ein paar Minuten
später, dass er ein blöder Hund ist: „Für alles hast du Zeit. Immer. Außer für mich“.
Rocky hilft das natürlich nicht weiter, und Kati auch nicht wirklich. Völlig aufgelöst
rennt sie nach Hause und zettelt einen Riesenkrach mit ihrem Vater an. Keiner
versteht sie, aber am wenigsten versteht sie sich selbst. Sie schreit und tobt, weiß
nicht mehr weiter, schneidet sich zitternd und weinend die Haare ab, packt ihre
Sachen und verschwindet.
Wohin? Und: Für immer?
| Regie |
Marcus H. Rosenmüller |
| Produktionsjahr |
2007 (D) |
| Länge |
95 Min. |
| FSK |
keine Angabe |
| Orginaltitel |
Beste Zeit |
| Darsteller |
Giebel, Andreas
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| Produzent |
Nils Dünker, Joke Kromschröder |
| Drehbuch |
Karin Michalke |
| Trailer |
Trailer ansehen |
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