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Film -Detail
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| Asterix bei den Olympischen Spielen |
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Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt…
Ganz Gallien? Natürlich nicht! Der listige Krieger Asterix (Clovis Cornillac) und sein
keinesfalls dicker, allerhöchstens „etwas fülliger“ Freund Obelix (Gérard Depardieu)
trotzen mit ihrem kleinen Dorf weiterhin den übermächtigen Besatzern. Das Leben ist
einfach und heiter, eine stete Abfolge von Wildschweinjagden und kleineren
Hauereien mit den Legionären aus den Römerlagern der Umgebung. Regelmäßig
gekrönt von fröhlichen Dorffesten, bei denen allein der Gesang etwas zu kurz kommt.
Und gelegentlich unterbrochen von großen Abenteuern.
Ihr neuestes Abenteuer führt die mutigen Gallier zu den Olympischen Spielen ins
ferne Griechenland, und daran ist nicht etwa profaner sportlicher Ehrgeiz schuld. Der
Grund, sich mit den Besten der Welt zu messen, ist weit romantischer: Liebe!
Die Liebe des jungen Romantix (Stéphane Rousseau) nämlich, der sich unsterblich
in die liebreizende Prinzessin Irina (Vanessa Hessler) verguckt hat, die Tochter des
Griechenkönigs Aderlas (Bouli Lanners). Was allerlei diplomatische Verwicklungen
auslöst: Aderlas hat sein schönes Kind eigentlich für eine politische Zweckheirat
vorgesehen. Sie soll keinen Geringeren heiraten als Brutus (Benoit Poelvoorde), den
Stiefsohn des mächtigen Julius Caesar (Alain Delon). Der machtgierige Fiesling hat
zwar alle Hände voll zu tun, mit immer neuen tückischen Plänen seinen Vater vom
Thron geradewegs ins Jenseits zu befördern. Dennoch ist er nicht bereit, sich die
versprochene Braut von einem dahergelaufenen gallischen Jüngling ausspannen zu
lassen. Leider wird ihm die naheliegendste Lösung – Vierteilen des Nebenbuhlers –
durch einen listigen Schachzug Irinas verbaut: Sie verspricht ihre Hand demjenigen,
der die Olympischen Spiele gewinnt.
So machen sich neben Delegationen aus dem gesamten Römischen Imperium auch
die Gallier auf den Weg ins antike Olympia. Aus Rom tritt Brutus zum großen Kampf
um Ruhm, Ehre und Irina an. Selbstverständlich ist auch Redkeinstus (Michael Bully
Herbig), Brutus’ rechte Hand, dabei. Immer ein Mann der Tat, in letzter Zeit allerdings
kein Freund großer Worte mehr. Dazu Doktormabus (Santiago Segura), berühmtberüchtigter
Spezialist für allerlei chemische Verbindungen, die Menschen schneller
und stärker machen. Oder tot. Außerdem eine Hundertschaft der besten Athleten des
römischen Imperiums und natürlich die Leibwache unter dem bewährten Kommando
des Zenturio Obstinatus (Alexandre Astier). Man weiß schließlich nie, was einen im
Ausland erwartet.
Rein zahlenmäßig müssten sich die gallischen Olympioniken also als die krassen
Außenseiter dieser Spiele fühlen. Dass ihr Motto bei der Eröffnungsfeier trotzdem
nicht „dabei sein ist alles!“ lautet, liegt an dem Zaubertrank ihres Druiden Miraculix
(Jean-Pierre Cassel), der ihnen zwar keine Flügel, aber immerhin unbesiegbare
Kräfte verleiht. Genau dies jedoch sorgt bereits nach den ersten Disziplinen für einen
olympischen Eklat: Nach einer Beschwerde der römischen Delegation müssen sich
die gallischen Sportler dem gefürchteten „Käfer-Doping-Test“ unterziehen. Der
verläuft positiv und die meist unbestechlichen Richter der Spiele können nur zu
einem Urteil kommen: Der gallische Zaubertrank wird auf die Liste der illegalen
Dopingmittel gesetzt, seine weitere Einnahme vor den Wettkämpfen wird untersagt.
Ein herber Rückschlag für das tapfere gallische Team! Zumal die fast immer
unbestechlichen olympischen Richter angesichts Brutus’ eigenwilliger Auslegung der Wettkampfregeln im weiteren Verlauf der Spiele Fünfe gerade sein lassen, um nicht
gevierteilt zu werden und um statt dessen einen erheblichen Batzen goldener
Sesterzen durch Drei teilen zu können. Aber Asterix wäre nicht Asterix würde ihm
nicht einfallen, dass auch Listigkeit Stärke ist und dass Psychologie im Sport einen
entscheidenden Einfluss auf Sieg und Niederlage hat.
Besonders dann, wenn sich der Gegner allzu siegessicher wähnt, wie in diesem Fall.
Der größenwahnsinnige Brutus nämlich plant längst, Olympia zum Schauplatz seines
größten Triumphes zu machen. Längst geht es nicht mehr nur um goldene Medaillen
und schöne Griechenprinzessinnen. Auch die Frage nach der Macht in Rom soll sich
an diesem historischen Ort entscheiden.
Um ganz sicher zu gehen setzt Brutus die Präparate des Doktormabus ähnlich
exzessiv und auffällig ein, wie es 2000 Jahre später so manche Ostblock-
Leichtathleten mit Anabolika und Steroiden taten. Was ihm wenig Freunde im
Stadion schafft: Das Publikum auf den Rängen murrt, es will saubere Spiele! Genau
die hat – neben Brot – das Römische Reich seinen Untertanen schließlich immer
garantiert. Womit schnell klar ist, dass nur einer Olympia wieder ins Lot bringen kann:
Julius Caesar höchstpersönlich ist gefordert, den Sport vor dem Niedergang zu
bewahren und dem Volk den Spaß daran zurück zu geben.
Der zeigt einmal mehr, dass er zu Recht als Feldherr gefürchtet, als Herrscher
jedoch geachtet wird und – ganz nebenbei – seinen Stiefsohn auch lieber gegen ein
sympathischeres Exemplar umtauschen würde. Seine weise Entscheidung lautet: Die
Ergebnisse der bisherigen Wettkämpfe sind ungültig. Der Gesamtsieg der
Olympischen Spiele wird in deren finaler Sportart ermittelt: dem großen
Wagenrennen!
Haben die tapferen Gallier also doch noch eine letzte Chance? Können sie mithalten
gegen überlegene germanische Renntaktik und hochgezüchtete römische
Pferdestärken? Winkt der schönen Irina lebenslanges Glück mit einem grundguten
Gallier oder droht ihr Unglück mit einem abgrundtief bösen Römer? Und schließlich:
Bleibt Julius Caesar Kaiser des Imperiums? Eine Vielzahl dramatischer Fragen,
deren Antworten hier natürlich nicht verraten werden. Sie entscheiden sich im
packenden, actiongeladenen Finale von ASTERIX BEI DEN OLYMPISCHEN
SPIELEN
| Regie |
Frédéric Forestier, Thomas Langmann |
| Produktionsjahr |
2008 (D/F) |
| Länge |
117 Min. |
| FSK |
ab 6 Jahren |
| Orginaltitel |
Asterix bei den Olympischen Spielen |
| Darsteller |
Departieu, Gérard Herbig, Michael Cornillac, Clovis Delon, Alain Dubosc, Franck Cassel, Jean-Pierre Garcia, José Hessler, Vanessa Poelvoorde, Benoît Rousseau, Stéphane
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| Produzent |
Jean-Lou Monthieux, Pierre Grunstein |
| Drehbuch |
Thomas Langmann, Olivier Dazat, Alexandre Charlot, Franck Magnier |
| Trailer |
Trailer ansehen |
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